Wer sich mit dem Gedanken trägt, seine Eigentumswohnung oder sein Haus zu verkaufen ist gut beraten, sich intensiv mit diesem Vorhaben auseinanderzusetzen. Schließlich geht es um sehr viel Geld und da ist ein besonders hohes Maß an Sorgfalt und Engagement entscheidend dafür, den bestmöglichen Marktpreis zu erzielen.

Welches ist der optimale Zeitpunkt für den Immobilienverkauf?
Jetzt verkaufen, das kann sich rein rechnerisch durchaus lohnen. Denn die Kaufpreise steigen seit Jahren stark an und ein Ende des Hochpreis-Booms ist auch in der Region Stuttgart nicht in Sicht. Der Zeitpunkt für den Immobilienverkauf wird aber auch von anderen Faktoren beeinflusst. So ist ein Verkauf überlegenswert, wenn die Kinder aus dem Haushalt weggezogen sind oder wenn man aus beruflichen Gründen einen Ortswechsel vornehmen muss.

Nicht zuletzt ist für viele Immobilienbesitzer ein Leben auf dem Land ein starkes Motiv, sein Eigentum zu verkaufen. Möchte man sich zur Ruhe setzen und seine Zeit in wärmeren Gefilden verbringen – auch dann ist der Zeitpunkt für einen Verkauf „heute“ genau richtig. Es kommt also immer darauf an, unter welchen Aspekten man seine Immobilie verkaufen möchte.

Was geschieht, wenn man einfach abwartet und später verkauft?
Experten sind sich einig: Die Immobilienpreise in Städten wie Stuttgart und seinem attraktiven Umland werden mit Sicherheit weiter steigen. Parallel dazu wird Bauland noch knapper. Der Anreiz für Menschen nach Stuttgart zu ziehen wird vorhersehbar anhalten, denn der Wirtschaftsraum wird auch in den kommenden Jahren prosperieren und aus all diesen Gründen kann man auf eine weiterhin ungebrochene Steigerung der Immobilienpreise schließen.

Deshalb überlegen viele Eigentümer, mit dem Verkauf noch einige Jahre abzuwarten in der Annahme, dann einen besonders hohen Kaufpreis zu erzielen. Dagegen spricht nichts – außer dem Risiko einer Immobilienblase. Und wer sich aus dem Verkaufserlös eine neue Immobilie finanzieren will wird feststellen, dass die Preise weiterhin spürbar angezogen haben und den Mehr-Erlös möglicherweise völlig egalisieren. Das ist die Kehrseite der Medaille für alle, die mit einem Verkauf zuwarten möchten.

Den Kaufpreis entscheiden Lage und Ausstattung
Befindet sich die Immobilie in einer Großstadt wie Stuttgart, hat man von vorneherein gute Karten, denn im Talkessel der Landeshauptstadt ist Boden für Neubau extrem knapp und so werden für Bestandsimmobilien schon seit Jahren Höchstpreise aufgerufen. Die Attraktivität der Stadt hat längst dazu geführt, dass sich das Hochpreisspektrum für Immobilien von der City aus in alle Randgebiete ausbreitete. Schnäppchenpreise in der Peripherie gehören der Vergangenheit an. Unter einer guten Lage wird übrigens nicht allein der „Standort city“ verstanden, sondern ebenso die Infrastruktur, die die Immobilie umgibt. Dazu zählen eine gute Verkehrsanbindung, Einkaufsmöglichkeiten, medizinische Versorgung, öffentliche und kulturelle Einrichtungen, Grünanlagen, aber auch Sauberkeit und ordentlicher Zustand der Umgebung.

Können Haus oder Wohnung dazu noch eine gute Ausstattung vorweisen – dazu zählen neben einer modernen Heizungsanlage ggf. auch ein Lift und der zur Immobilie gehörige Parkraum -, kann man seine Karten im Verkaufsgespräch sehr gut ausspielen.

Eine durchdachte Präsentation ist bares Geld wert!
Die Immobilie verschönern lohnt sich in jedem Fall. Ehe Fotos für ein Verkaufs-Exposee gemacht werden, sollten die Räume und – falls vorhanden – der Garten aufgeräumt und ordentlich hergerichtet werden. Für die Innendarstellung des Objektes gibt es sogar einen eigenen Fachbegriff, man nennt es „Home Staging“. Bei der optischen Aufwertung der Außenanlage wiederum spricht man von „Garden Staging“. Staging bedeutet „Inszenierung“ und diese legt man am besten in die Hände eines erfahrenen Maklers. Er sorgt dann auch für verkaufsfördernde Fotos der Immobilie.

Wissen ist Gold wert – gerade beim Immobilienverkauf
Das Wissen um erzielbare Marktpreise ist Grundvoraussetzung, um kein Geld zu verschenken. Doch wer hat schon den umfassenden Überblick über die Immobilienpreise in einer Großstadt wie Stuttgart? Man kann auf den Immobilienportalen von Maklern und Banken natürlich selbst nach vergleichbaren Objekten und die aufgerufenen Verkaufspreise recherchieren, doch das ist äußerst mühsam.

Bequemer und vor allem effizienter ist es, diese Aufgabe einem Immobilienmakler zu übertragen. Wichtig ist dabei, dass er seit vielen Jahren im Markt tätig ist, denn nur so ist sichergestellt, dass er aus einer Fülle der von ihm vermittelten Objekte das Wissen zu aktuellen Marktpreisen schöpfen kann. Neben einer Reihe weiterer Leistungen ist dieser Punkt der vielleicht wichtigste: Sein Wissen um erzielbare Verkaufserlöse und auch die Erfahrung, wie sie sich realisieren lassen.

Zum Verkaufen entschlossen – was ist jetzt zu tun?
Pflicht und Kür: Zur Pflicht  zählt das Sammeln von Unterlagen wie die Teilungserklärung (hier ist festgehalten, wie die Aufteilung zwischen Gemeinschaftseigentum und Sondereigentum erfolgte), Protokolle der Eigentümerversammlungen, Abrechnung der Nebenkosten, Energieausweis und ggf. ein Grundbuchauszug. Zur Kür gehört eine Werteinschätzung. Diese Aufgabe übertragen viele Verkäufer einem professionellen Immobilienmakler. Er hat die Erfahrung aus einer Vielzahl erfolgreich vermittelter Objekte unterschiedlichster Art und wird immer im Interesse seines Auftraggebers den höchsterzielbaren Preis ermitteln.