Wie man sich davor schützt, Vermögen zu vernichten.

Kennen Sie jemanden der versucht hat, seine Immobilie selbst zu verkaufen oder haben Sie es womöglich sogar selbst bereits versucht? Falls ja – dann wissen Sie, wie mühsam und aufwendig das Unterfangen sein kann. Vor allem, und das ist letzten Endes der wichtigste Aspekt für den Verkäufer: Wurde am Ende tatsächlich der bestmögliche Marktpreis erzielt?

Auf der Suche nach dem „richtigen“ Käufer kann man in Eigenregie verschiedene Wege gehen, wobei das Inserat noch das einfachste Instrument ist. Doch damit alleine ist es nicht getan. Wer sich ohne einen professionellen Immobilienmakler auf den Markt begibt macht womöglich Fehler, die er besser vermieden hätte.

Nachfolgend die fünf größten Fehler, die bei einem Verkauf von privat an privat begangen werden:

Fehler Nummer Eins: Besichtigungstourismus nicht erkennen

Tatsächlich sind vorgebliche Interessenten am Kauf manchmal nicht ernsthaft interessiert, sondern verfolgen ganz andere Ziele. Spätestens wenn das Interesse für eine Alarmanlage oder die Aufbewahrung von Wertsachen hinterfragt wird, sollte man sich Gedanken über die wahren Interessen des angeblichen Käufers machen. Wenn Sie bei einem Besichtigungstermin das Gefühl haben, dass sich ein Kaufinteressent „einfach nur mal so umsehen“ möchte, sollten sie den Termin abbrechen.

Fehler Nummer Zwei: Mängel verschweigen

Ein Kauf kann unter Umständen rückabgewickelt werden, wenn auf gravierende Mängel nicht hingewiesen wurde. Das kann eine defekte Heizungsanlage sein oder ein Wegerecht für den Nachbarn – besser, man kommuniziert derlei Schwächen rechtzeitig und kann im Fall des Falles beweisen, dass der Käufer Kenntnis vom Mangel hatte.

Fehler Nummer Drei: Zeitaufwand unterschätzen

Für eine Immobilie von heute auf morgen einen Käufer zu finden der auch noch den höchstmöglichen Preis bezahlt, das ist eine Wunschvorstellung. Um den Verkauf zu organisieren braucht es vor allem Zeit und Geduld. Ein Kaufinteressent wird die Bau- und Grundrissplanung, den Energieausweis, eine Wohnflächenberechnung und den Grundbuchauszug sehen wollen und meist auch noch die in den letzten Jahren angefallenen Nebenkosten sowie – bei Eigentumswohnungen – die Wohnungseigentümerprotokolle. All diese Unterlagen wollen beschafft werden und das kostet viel Zeit.

Fehler Nummer Vier: Den erzielbaren Preis falsch einschätzen

Ein Käufer will genau das Gegenteil von dem, was Sie möchten: Den niedrigsten Preis bezahlen. Dieser Vorstellung begegnet man am besten mit einer umfassenden Recherche, um die Preisverhandlung zu einem befriedigenden Ende zu führen. Verschaffen Sie sich ein Bild über die Angebotspreise vergleichbarer Immobilien in Ihrem näheren Einzugsgebiet. Das wird mit Sicherheit sehr aufwendig, liefert aber unschlagbare Argumente für Ihre Preisvorstellung. Übrigens, wer diese Aufgabe einem Immobilienmakler übergibt, kann sich darauf verlassen, dass er diese entscheidende Position erfolgreich übernimmt, denn er wird stets an einem möglichst marktangepassten Ergebnis interessiert sein und er weiß aus seiner Arbeit am besten, was der Markt „hergibt“.

Fehler Nummer 5: Schlecht erreichbar sein

Außer einem Immobilienmakler, dessen Beruf das Vermitteln von potenten Kaufinteressenten ist, hat kaum jemand genügend Zeit, jederzeit für Rückfragen und Terminvereinbarungen verfügbar zu sein. Und zwar zu jeder Tageszeit, gerne auch in den Abendstunden und an den Wochenenden. Ist die Nachfrage hoch, müssen die verschiedenen Terminwünsche der Interessenten koordiniert werden, Besichtigungstermine sollten schließlich nicht zu einer Massenveranstaltung werden, das wäre dem Verkaufsgespräch abträglich. Letzten Endes sollten auch die Preisverhandlungen unter vier Augen stattfinden und das bedeutet, dass der Verkäufer durchgehend erreichbar und ansprechbar sein muss. Wer an seinem Arbeitsplatz, im Büro oder nur zu eng begrenzten Zeiten ansprechbar ist, vergibt gute Chancen schon im vornherein.

Fazit:

Wer sein Haus oder seine Eigentumswohnung in Eigenregie verkaufen möchte, auf den wartet eine Fülle von Arbeit und doch kann er sich nicht ganz sicher sein, den optimalen Marktpreis aufgerufen zu haben. Deshalb ist die Vergütung, die ein Immobilienmakler für seine vielfältigen Leistungen erhält, mehr als angemessen. Denn er liefert die Gewissheit, aus seiner Kenntnis heraus im Interesse seines Auftraggebers zu handeln und er wird alles unternehmen, um den besten Marktpreis zu erzielen.

Schließlich geht es um viel Geld und nicht selten sogar um ein kleines Vermögen