Sie möchten eine Immobilie vermieten oder verkaufen? Dann sind Sie dazu verpflichtet, ganz bestimmte Angaben zu machen, egal ob in einer Zeitungsanzeige oder einem Internet-Inserat. Denn Immobilien dürfen sowohl bei gewerblichen als auch bei privaten Immobilienanzeigen nur noch mit Angaben zum Energieausweis beworben werden.

Es besteht also verbindlich die Pflicht, einem potenziellen Käufer oder Mieter spätestens bei der Besichtigung eine Kopie des Energieausweises vorzulegen und nach Abschluss des Kauf- bzw. Mietvertrags zu übergeben. Diese Punkte müssen im Energieausweis (auch „Energiepass“ genannt) aufgeführt werden:

·       Baujahr der Immobilie

·       Mit welchen Energieträgern wird geheizt?

·      Handelt es sich um einen verbrauchsorientierten oder einen bedarfsorientierten Energiepass?

·       Wie hoch ist der Energieverbrauch in kWh

·       Sowie die Energie-Effizienzklasse (bei Ausstellung des Energiepasses nach dem 01. Mai 2014)

Was ist der Zweck des Energieausweises?
Der Energieausweis bzw. Energiepass soll den energetischen Zustand einer Immobilie bewerten. Damit wird also die Energie-Effizienz der Immobilie dokumentiert.

Was bedeuten die Farbangaben auf dem Energieausweis?
Um den Grad des Energieverbrauchs anzuzeigen, hat der Energieausweis eine „Farbampel“, die von Grün für gute Energiewerte bis zu Rot für schlechte Energiewerte reichen.

Weshalb gibt es zwei Varianten des Energieausweises?
Beim Verbrauchsausweis geht es um den individuellen Verbrauch während der letzten drei Jahre. Basis ist dabei die Heizkostenabrechnung. Beim Bedarfsausweis hingegen sieht sich ein Experte die bauliche Substanz der Immobilie an und legt die Energiebedarfswerte auf der Grundlage von Baujahr, den Bauunterlagen sowie den technischen Gebäude- und Heizungsdaten fest, wobei er Nutzerverhalten, Raumtemperatur und Klimadaten berücksichtigt.

Welchen Energieausweis brauchen Sie nun beim Verkauf Ihrer Immobilie?
Die Wahlfreiheit haben Sie, wenn es sich um ein Wohngebäude handelt, das nicht mehr als vier Wohneinheiten umfasst und das auf der Grundlage der Wärmeschutzverordnung von 1977 oder danach errichtet wurde.

Wurde das Gebäude vor 1977 errichtet, ist der Bedarfsausweis Pflicht. Jedoch ist eine Ausnahme möglich, falls Ihre Immobilie zum Zeitpunkt der Fertigstellung bereits dem Stand der Wärmeschutzverordnung von 1977 entsprach oder durch eine spätere Sanierung diese Kriterien erfüllt sind. In diesen Fällen können Sie ebenfalls zwischen einem Bedarfsausweis und dem Verbrauchsausweis wählen.

Bitte beachten Sie: Ein Energieausweis ist absolute Pflicht und wird immer für das ganze Haus ausgestellt und nicht für jede einzelne Wohnung.

Welche Konsequenzen drohen bei fehlendem Energieausweis bzw. unvollständigen Angaben?
Wenn der Eigentümer einer Immobilie bei Vermietung oder Verkauf keinen rechtsgültigen Energieausweis vorlegen kann, so begeht er eine Ordnungswidrigkeit Sinne des § 8 Abs. 1 des Energieeinsparungsgesetzes.

Neben Bußgeldern bis zu € 15.000.-  oder Abmahnungen kann im schlimmsten Fall der Verkäufer vom Hauskäufer nachträglich auf eine Minderung des Kaufpreises verklagt werden.

Aufgepasst: Ein Verstoß liegt bereits schon vor, wenn die Angaben nicht vollständig oder fehlerhaft sind. Auch bei Immobilieninseraten im Internet oder in Zeitungen müssen die vorgeschriebenen Pflichtangaben exakt wiedergegeben werden.

Deshalb gilt:
Egal ob Verkauf oder Vermietung: Bekennen Sie bereits zu Beginn der Vermarktung  „Farbe“ und legen Sie den Interessenten bereits bei Ihrer Verkaufsanzeige alle erforderlichen Werte vor.

Ein erfahrener Immobilienmakler weiß genau worauf es ankommt und sorgt dafür, dass es auch nach dem Verkauf keine böse Überraschung gibt.

Gehen Sie auf Nummer sicher und lassen Sie einen professionellen Immobilienmakler für sich arbeiten.

Für einen rundum gelungenen Verkauf Ihrer Immobilie stehen wir Ihnen unter:
Tel: 0711/711035
jederzeit gerne zur Verfügung.

Dipl.-Kfm. Andreas Eurich e.K.
Eurich Immobilien

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